Posts Tagged 'geschlechterpolitik'

Gegen den Burschentag in Eisenach

http://gegenburschentage.blogsport.de/

DIE LINKE.SDS ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG

Seit über hundert Jahre feiern wir nun schon den internationalen Frauentag am 8. März. Initiiert um für das Wahlrecht der Frauen zu kämpfen, mahnt er auch heute noch die bestehenden Ungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen in unserer kapitalistischen Gesellschaft an.

Uns als Studierendenverband ist es dabei besonders wichtig, den Blick auf die Hochschulen zu lenken. Die Mehrheit der Studierenden sind zwar Frauen, aber die Erfolgswege in Forschung und Lehre bleiben oftmals noch den Männern vorbehalten.“, erklärt die Geschäftsführerin von DIE LINKE.SDS, Paula Rauch. „Es ist einfach nicht hinnehmbar, dass eine akademische Laufbahn immer noch mehrheitlich durch die Wahl zwischen Familie und Karriere beeinflusst wird.“

Auch die Perspektive auf die gesamte Gesellschaft zeichnet kein besseres Bild. Frauen verdienen durchschnittlich 23% weniger als Männer. Die reine Rentabilität ist und bleibt die Grundlage der Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt. Dies ist auch am aktuellen Beispiel der Verkäuferinnen von „Schlecker“ zu erkennen. Wurden wirtschaftlich rentablere Bereiche wie die Autoindustrie oder das Bankenwesen in den letzten Jahren mit Milliarden gerettet, bleiben die fast 12.000 Verkäuferinnen ihrem Schicksal überlassen. Branchen in denen zu meist Frauen tätig sind, haben ein deutlich schlechteres Lohnniveau und erhalten weniger Anerkennung in der Gesellschaft, obwohl ihr Beitrag zu jener nicht minder bedeutend ist. DIE LINKE.SDS fordert daher Sichere Arbeitsplätze statt Blumen!

Der Internationale Frauentag hat über seine lange Geschichte nicht an Bedeutung verloren, auch wenn vieles im Bereich der Gleichstellung schon erreicht wurde.“ so Kerstin Wolter, Mitglied im Bundesvorstand von DIE LINKE.SDS. “Es kann noch lange nicht von einer vollständigen Gleichheit der Geschlechtern gesprochen werden“.

Akzeptanz statt Homophobie – Demo gegen Vortrag von Gabriele Kuby

Aufruf zur Kundgeben am Dienstag (6.12.2011) um 19 Uhr

Am heutigen Dienstag, den 6. Dezember wird die Publizistin Gabriele Kuby in der „Katholischen deutschen Studentenverbindung (KDStV) Saarland zu Jena“ einen Vortrag mit dem Titel „Gender-Mainstreaming – Verlust der Freiheit durch Freiheit ohne Grenzen?“ halten. Die Referentin ist bekannt für ihre diskriminierenden Äußerungen zum Thema Homosexualität und Gleichstellung. So bezeichnet Frau Kuby Homosexualität als Identitätsstörung und therapierbar, Aufklärungsprojekte hingegen als „Homosexualisierung von Kindern und Jugendlichen“. Als eine der Unterzeichner_innen der Marburger Erklärung spricht sie sich weiterhin gegen einen angeblich angestrebten Totalitarismus der SchwuLesBischen Vereine aus, der verhindert werden muss.

Der Verein „Vielfalt Leben – QueerWeg Verein für Jena & Umgebung e.V.ruft nun ab 19 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Haus der KDStV im Löbdergraben 19a auf. Unterstützt wird er hierbei durch den Arbeitskreis „Queer-Paradies“ am Studierendenrat der FSU Jena sowie durch die „Koordinierungsstelle des Jenaer Stadtprogramms und Kontaktbüro des Runden Tisches für Demokratie“ (KoKont).

Mit der Kundgebung wollen wir uns gegen Hassreden wehren und ein Zeichen für Akzeptanz setzen. Wir rufen alle zivilgesellschaftlich engagierten Menschen auf, sich gegen diese mittelalterlicher Denkart und die Diffamierung einer angeblich „unchristlichen“ Minderheit zu erwehren.

Weitere Informationen zu Frau Kuby und ihren Positionen:

http://www.youtube.com/watch?v=uWucFrNszs0
http://www.youtube.com/watch?v=fO08pANAKGs
http://www.jf-archiv.de/archiv07/200727062957.htm

Vortrag mit Georg Klauda: Homophober Moslem, toleranter Westen?

An dieser Stelle möchten wir auf eine Veranstaltung der mit uns befreundeten Gruppe „revolta – antikapitalistische linke“ aufmerksam machen. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch den 20.4.11 von 19-20 Uhr im Hörsaal 9 in der Carl-Zeiss-Straße 3.

Plötzlich interessieren sich auf einmal auch Konservative für die Probleme von Homosexuellen ‒ nämlich wenn diese Opfer von Gewalt werden, die von „Fremden“ ausgeht. Diese werden von ihnen einer „rückständigen“ und „andersartigen“ Kultur zugeordnet, von der sie sich selbst abheben möchten. Selbst Linken gilt „der Westen“ als Quelle sexueller Emanzipation schlechthin und „der Islam“ wiederum als monokausal verantwortlich für sexualrepressive Zustände und die Verfolgung von „Schwulen“ im Nahen Osten. In seinem Vortrag dekonstruiert Georg Klauda diesen kulturalistischen Mythos. Er umreißt eine Geschichte der Heteronormalisierung der muslimischen Länder als einen von Europa inspirierten Modernisierungsprozess, der in der Übernahme von psychiatrischen Kategorien, sexuellen Identitäten und nationalistischen Praktiken bestand. Auch wird thematisiert, wie das Konstrukt der „islamischen Homophobie“ als politisches Instrument verwendet wird.

Georg Klauda ist Autor des Buches „Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“ (Hamburg: Männerschwarm, 2008)

Diese Veranstaltung findet ihr auch bei Facebook

Der 8. März 2011 ist der 100. Internationale Frauentag

Im Rahmen des ‚Internationaler Frauentag oder Weltfrauentag‚ gibt es einen Vortrag „Warum die lateinamerikanische Frau auswandert?“ von der salvadorischen Journalistin María Isabel Gámez.  Danach wird es noch eine kleine Feier geben.

Internationales Centrum
Haus auf der Mauer
Johannisplatz 26
07743 Jena

Tag: Dienstag 8.03.2011
Uhrzeit: 18:00 Uhr

Organisiert von ibero américa Jena

Diese Veranstaltung findet ihr bei Facebook

Die 4in1-Perspektive von Frigga Haug: Eine Utopie von Frauen, die eine Utopie für alle ist (am 27.1. um 18 Uhr im Hörsaal 9)

Eine Veranstaltung der Hochschulgruppe dieLINKE.SDS Jena mit freundlicher Unterstützung des Arbeitskreises für politische Bildung und des Referats für Gleichstellung des Studierendenrates der FSU Jena.

Ein einführender Text von Frigga Haug, für alle die den Vortrag nicht abwarten wollen…

Bei den folgenden Überlegungen geht es um Gerechtigkeit bei der Verteilung von Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Gemeinwesensarbeit und Entwicklungschancen. Die politische Kunst liegt in der Verknüpfung der vier Bereiche. Keiner sollte ohne die anderen verfolgt werden, was eine Politik und zugleich eine Lebensgestaltung anzielt, die zu leben umfassend wäre, lebendig, sinnvoll, eingreifend, und lustvoll genießend. Dies ist kein Nahziel, nicht heute und hier durchsetzbar, doch kann es als Kompass dienen für die Bestimmung von Nahzielen in der Politik, als Maßstab für unsere Forderungen, als Basis unserer Kritik, als Hoffnung, als konkrete Utopie, die alle Menschen einbezieht und in der endlich die Entwicklung jedes einzelnen zur Voraussetzung für die Entwicklung aller werden kann.

Frigga Haug hat eine Einführung für ihr Werk geschrieben, die ihr hier (4in1-Perspektive) herunterladen könnt. Nehmt euch eine Dreiviertelstunde und schmökert ein wenig… äußerst lesenswert!

Wer das Buch „Die vier-in-einem-Perspektive“  von Frigga Haug käuflich erwerben möchte, sollte das Buch am Besten direkt hier beim Argument Verlag bestellen.

Link zur Homepage über die 4in1-Perspektive

Patriarchat in der BRD Teil vier

siehe auch Frauen am Steuer, Frauengold I oder Frauengold II