Protest gegen Kürzungen an den Hochschulen wirkt!

Nachdem die Studierenden der FSU am Mittwoch, den 29. Juni symbolisch ihr Universitätshauptgebäude gepfändet hatten, um auf die befürchteten Kürzungen im Hochschulbereich aufmerksam zu machen, wurde noch am selben Abend bekannt, dass das Budget für die Hochschulen in den nächsten vier Jahren nahezu konstant bleiben soll.

“Offensichtlich haben unsere Proteste Spuren hinterlassen”, konstatiert Thea Jacobs, Referentin für Hochschulpolitik im Studierendenrat. “Allerdings dient die Erhöhung der Mittel in der Rahmenvereinbarung gerade mal dem Ausgleich der anfallenden Tarifsteigerungen. An eine Verbesserung der Lehrsituation und der Arbeitssituation im Mittelbau ist nicht zu denken.”

Vergleicht man die Zahlen aus dem Hochschulpakt II (2008-2011) stellt man fest, dass für diesen Zeitraum 280Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen sollen und auch im Bereich Hochschulbau 30Millionen Euro pro Jahr weniger vorgesehen sind. Die Studierendenzahlen werden dagegen weiter steigen. Auch gibt es keine Position bezüglich des Wohnraumproblems in Jena – allein löst es sich nicht. Hilfreiche Zuschüsse für das Studentenwerk sind nötig, damit Wohnheime entstehen können.

“Größerer Schaden war zunächst abwendbar, eine Verbesserung der Situation wird es unter diesen Umständen aber nicht geben. Weitere Proteste werden wohl nötig sein“, fasst Dorothea Forch vom Referat für Hochschulpolitik zusammen, „Den Herausforderungen der Zukunft kann man nicht mit halben Lösungen begegnen und die Krisen sollten nicht zu Lasten derer gehen, die die Zukunft noch vor sich haben.“

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2 Responses to “Protest gegen Kürzungen an den Hochschulen wirkt!”


  1. 1 Stefan Wehmeier 07/07/2011 um 23:49

    „Wir werden also, bei sonst gleichen Verhältnissen, jenes Land als auf der höheren Stufe volkswirtschaftlicher Entwicklung stehend zu bezeichnen haben, in welchem der Mittelstand am meisten vertreten ist. Wo aber der Mittelstand sich in fortschreitender Auflösung befindet, dort haben wir eine direkt dem Verderben entgegenreifende Entwicklung vor uns, und zwar umso sicherer, je größer der Reichtum ist, welcher diesen Auflösungsprozess des Mittelstandes begleitet.“

    Prof. d. Nationalökonomie Dr. Gustav Ruhland, Berlin 1895

    Wie alle Zivilisationsprobleme der halbwegs zivilisierten Menschheit seit dem „Auszug der Israeliten aus Ägypten“ ist die Ursache der „Finanzkrise“ eine seit jeher fehlerhafte Geld- und Bodenordnung und die daraus resultierende systemische Ungerechtigkeit der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz. Weil der Krieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – nur solange der Vater aller Dinge sein konnte, wie es noch keine Atomwaffen gab, ist die bevorstehende, größte anzunehmende Katastrophe der Weltkulturgeschichte (globale Liquiditätsfalle nach J. M. Keynes) allein durch die Verwirklichung der bereits 1916 vollständig und widerspruchsfrei beschriebenen, einzig denkbaren Möglichkeit des zivilisierten Zusammenlebens abzuwenden:

    „Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht.“

    (Vorwort zur 5. Auflage der NWO, 1921)

    Dass bis auf das Genie Silvio Gesell und ganz wenige andere Ausnahmen eine Menschheit, die bereits Raumfahrt betreibt, etwa im Grunde so Einfaches wie das Geld bis heute nicht verstehen wollte, beruht auf einer künstlichen Programmierung des kollektiv Unbewussten, die vor Urzeiten erforderlich war, um den Kulturmenschen durch selektive geistige Blindheit an ein noch immer fehlerhaftes Zwischentauschmittel mit Wertaufbewahrungsfunktion (Zinsgeld) anzupassen, damit das, was wir heute „moderne Zivilisation“ nennen, überhaupt entstehen konnte. Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich „Auferstehung“.

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:
    http://www.deweles.de/willkommen.html

  2. 2 Malte 08/07/2011 um 11:03

    Zum ersten Absatz:
    „Von allen Klassen, welche heutzutage der Bourgeoisie gegenüberstehen, ist nur das Proletariat eine wirklich revolutionäre Klasse. Die übrigen Klassen verkommen und gehen unter mit der großen Industrie, das Proletariat ist ihr eigenstes Produkt.
    Die Mittelstände, der kleine Industrielle, der kleine Kaufmann, der Handwerker, der Bauer, sie alle bekämpfen die Bourgeoisie, um ihre Existenz als Mittelstände vor dem Untergang zu sichern. Sie sind also nicht revolutionär, sondern konservativ. Noch mehr, sie sind reaktionär, sie suchen das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Sind sie revolutionär, so sind sie es im Hinblick auf den ihnen bevorstehenden Übergang ins Proletariat, so verteidigen sie nicht ihre gegenwärtigen, sondern ihre zukünftigen Interessen, so verlassen sie ihren eigenen Standpunkt, um sich auf den des Proletariats zu stellen.“ aus dem Kommunistischen Manifest.

    Zum zweiten Absatz eine amüsante Fußnote aus dem zweiten Kapitel des Kapital Erster Band:
    „Danach beurteile man die Pfiffigkeit des kleinbürgerlichen Sozialismus, der die Warenproduktion verewigen und zugleich den „Gegensatz von Geld und Ware“, also das Geld selbst, denn es ist nur in diesem Gegensatze, abschaffen will. Ebensowohl könnte man den Papst abschaffen und den Katholizismus bestehen lassen. Das Nähere hierüber sieh in meiner Schrift „Zur Kritik der Pol. Oekonomie““

    Um es kurz zu machen. Eine grundsätzliche Debatte darüber ließe sich in aller Ausführlichkeit führen, hätte aber nur wenig mit dem Artikel zu tun. Zudem ist die Kommentarleiste eines Blogs wohl kaum der geeignete Ort dafür.


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