Vortrag mit Georg Klauda: Homophober Moslem, toleranter Westen?

An dieser Stelle möchten wir auf eine Veranstaltung der mit uns befreundeten Gruppe „revolta – antikapitalistische linke“ aufmerksam machen. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch den 20.4.11 von 19-20 Uhr im Hörsaal 9 in der Carl-Zeiss-Straße 3.

Plötzlich interessieren sich auf einmal auch Konservative für die Probleme von Homosexuellen ‒ nämlich wenn diese Opfer von Gewalt werden, die von „Fremden“ ausgeht. Diese werden von ihnen einer „rückständigen“ und „andersartigen“ Kultur zugeordnet, von der sie sich selbst abheben möchten. Selbst Linken gilt „der Westen“ als Quelle sexueller Emanzipation schlechthin und „der Islam“ wiederum als monokausal verantwortlich für sexualrepressive Zustände und die Verfolgung von „Schwulen“ im Nahen Osten. In seinem Vortrag dekonstruiert Georg Klauda diesen kulturalistischen Mythos. Er umreißt eine Geschichte der Heteronormalisierung der muslimischen Länder als einen von Europa inspirierten Modernisierungsprozess, der in der Übernahme von psychiatrischen Kategorien, sexuellen Identitäten und nationalistischen Praktiken bestand. Auch wird thematisiert, wie das Konstrukt der „islamischen Homophobie“ als politisches Instrument verwendet wird.

Georg Klauda ist Autor des Buches „Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“ (Hamburg: Männerschwarm, 2008)

Diese Veranstaltung findet ihr auch bei Facebook

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