Archiv für April 2011

Tatort Kurdistan mit Dr. Nikolaus Bruns und Ercan Ayboga am 5. Mai um 19 Uhr im HS 4

  Diese Veranstaltung findet ihr bei Facebook

Advertisements

Vortrag mit Christine Buchholz zum Krieg in Afghanistan am 3. Mai um 20 Uhr im SR 206

Diese Veranstaltung findet ihr bei Facebok

Linux Ubuntu 11.04 „Natty Narwhal“ zum Download freigegeben!

Heute ist das kostenlose Betriebssystem Ubuntu in seiner neusten Auflage erschienen. Ubuntu erscheint alle 6 Monate in einer rundum erneuerten Version. Jede Version wird 18 Monate mit Aktualisierungen versorgt. Die heute erschienene Version heißt Ubuntu 11.04 Natty Narwhal. Die erst Zahl beschreibt das Jahr, in dem die Version erschienen ist, die zweite Zahl den Monat. 11.04 bedeutet also, dass Natty Narwhalim Jahr 2011 im April erschienen ist.

Der SpitznameNatty Narwhalbedeutet soviel wie „Schicker Narwal“. Der Name soll darauf hinweisen, dass bei der Entwicklung dieser Version besonders auf gutes Aussehen Wert gelegt wurde. Dazu wurde eine vollkommen neue Oberfläche entwickelt. Einige Tipps und Tricks für Maus und Tastatur im Umgang mit der neuen Oberfläche gibt es hier. Das Wort „Ubuntu“ kommt aus der Zulu Sprache und bedeutet übersetzt so viel wie „Menschlichkeit“, was die Philosophie der Entwickler widerspiegelt. Die Entwickler verfolgen mit Ubuntu das Ziel, ein einfach zu installierendes und leicht zu bedienendes kostenloses Betriebssystem mit aufeinander abgestimmter Software zu schaffen. Dies soll unter anderem dadurch erreicht werden, dass für jede Aufgabe genau ein Programm zur Verfügung gestellt wird. Dazu wird populäre Software wie der OpenOffice-Nachfolger LibreOffice oder Firefox 4.0 genutzt, aber auch ein Sofortnachrichtensender, ein Musik und DVD Abspieler, ein Mailprogramm, eine Bildbearbeitung, ein Brennprogramm und alles was man sonst noch braucht ist von Anfang an mit an Bord. Langes Suchen nach dem richtigen Programm und Downloads von Fragwürdigen Internetseiten sind unnötig.

Ubuntu ist ein modernes Betriebssystem, bei dem alle zum Arbeiten nötige Software von Anfang an mit installiert wird und durch eine zentrale Update-Verwaltung immer alles auf dem neusten Stand bleibt. Trotzdem ist das Betriebssystem schlank und läuft auf alten wie neuen Rechnern flüssig und schnell. Es ist also egal, ob ihr einen neuen Desktop-Rechner zu Hause stehen habt oder ob ihr ein altes Notebook im Schrank liegen habt, das den Ansprüchen von Vista oder Windows 7 nicht mehr gewachsen ist.

Übrigens: Gerade Nutzer von Apple-Produkten sollten sich auf den Schlips getreten fühlen. Immerhin handelt es sich bei Linux ebenso wie bei Apple um ein Unix System. Ihr habt also die Wahl, ob ihr euch ein 1000 bis 2000 Euro teures MacBook von Apple kauft und für viele Software-Updates Geld berappen müsst, oder ob ihr euch ein Laptop für 300 bis 500 Euro nehmt und eine Mac OS X ebenbürtige Software aufspielt die nichts kostet und euch eben so kostenlos immer die aktuellste Version bereit stellt.

Egal ob ihr bisher Windows oder Mac OS X benutzt habt, ihr könnt euch euer Ubuntu mit wenigen Handgriffen so gestalten, dass der Übergang vom einem oder vom anderen leicht fällt. Fensterknöpfe rechts oder links, helle oder dunkle Oberflächen… macht euch die Welt, wie sie euch gefällt. Braucht ihr mal Hilfe, könnt ihr in der eigenen Ubuntu-Wikipedia nachschlagen oder ihr könnt im Ubuntuuserforum um Rat fragen und erhaltet freundliche Unterstützung von erfahrenen Nutzern die euch gerne zur Seite stehen. Braucht ihr ein persönliches Gespräch, gibt es eine Linux-User-Group-Jena.

Kostenlos herunterladen könnt ihr das vollständige Betriebssystem hier. Falls ihr grundlegende Fragen vor der Installation habt, könnt ihr euch im Forum von Ubuntuuser anmelden und die Fragen hier stellen oder zunächst diesen Artikel aus der Ubuntu-Wikipedia lesen. Nach dem ihr die Datei herunter geladen habt, einfach auf eine CD brennen und den Rechner neu starten. Wenn ihr ein Netbook ohne CD-Laufwerk habt, könnt ihr mit UNetbootin auch von einem USB Stick aus installieren. Beim Hochfahren startet der Rechner von der CD aus und ihr könnt entweder Ubuntu gleich Installieren oder das System erst mal nur von der CD aus starten. In diesem sogenannten Live-CD Modus bleibt der Rechner unverändert aber ihr könnt euch mal anschauen wie das Betriebssystem so aussieht. Wenn ihr Ubuntu installieren wollt, müsst ihr euer bisheriges Betriebssystem nicht überspielen. Es lassen sich problemlos Linux und Windows nebeneinander Installieren. Beim Hochfahren könnt ihr dann wählen ob Linux und Windows gestartet werden soll. Vorher nicht Vergessen: Daten sichern, den Vorsicht ist besser als Nachsicht. Wie gesagt: Fragen, Unklarheiten, Hilfe?!? Informiert euch bei Ubuntuusers oder bei der Linux-User-Group-Jena.

Malte

Vortrag mit Georg Klauda: Homophober Moslem, toleranter Westen?

An dieser Stelle möchten wir auf eine Veranstaltung der mit uns befreundeten Gruppe „revolta – antikapitalistische linke“ aufmerksam machen. Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch den 20.4.11 von 19-20 Uhr im Hörsaal 9 in der Carl-Zeiss-Straße 3.

Plötzlich interessieren sich auf einmal auch Konservative für die Probleme von Homosexuellen ‒ nämlich wenn diese Opfer von Gewalt werden, die von „Fremden“ ausgeht. Diese werden von ihnen einer „rückständigen“ und „andersartigen“ Kultur zugeordnet, von der sie sich selbst abheben möchten. Selbst Linken gilt „der Westen“ als Quelle sexueller Emanzipation schlechthin und „der Islam“ wiederum als monokausal verantwortlich für sexualrepressive Zustände und die Verfolgung von „Schwulen“ im Nahen Osten. In seinem Vortrag dekonstruiert Georg Klauda diesen kulturalistischen Mythos. Er umreißt eine Geschichte der Heteronormalisierung der muslimischen Länder als einen von Europa inspirierten Modernisierungsprozess, der in der Übernahme von psychiatrischen Kategorien, sexuellen Identitäten und nationalistischen Praktiken bestand. Auch wird thematisiert, wie das Konstrukt der „islamischen Homophobie“ als politisches Instrument verwendet wird.

Georg Klauda ist Autor des Buches „Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“ (Hamburg: Männerschwarm, 2008)

Diese Veranstaltung findet ihr auch bei Facebook

MARX_reloaded (Mo 11.4. um 23:20 Uhr ARTE)

…nach der Ausstrahlung ist der Film eine Woche im Netz verfügbar.