„Selbstverwaltete Zentren erkämpfen!“ – Demo-Bericht vom 17.4. in Erfurt

Am Samstag, den 17.4. demonstrierten wir von der Linksjugend [´solid] und dieLINKE.SDS zusammen mit über 800 anderen Menschen in der Erfurter Innenstadt für ein neues selbstverwaltetes Zentrum. Zu der Demonstration hatte die Kampagne „Hände hoch, Haus her. Für ein selbstverwaltetes Zentrum in Erfurt“ aufgerufen [Info].

Der Demonstrationszug führte vom Bahnhof über den Anger zum Talknoten und von dort über die Bergstraße zum Domplatz und durch die Innenstadt zurück zum Bahnhof.

In Redebeiträgen wurde auf die Räumung des ehemaligen Topf & Söhne- Geländes vor einem Jahr eingegangen, aber auch verschiedene ähnliche, teilweise erfolgreichen Kampagnen aus anderen Städten vorgestellt.

Mit Sprechchören und Transparenten machten die Demonstrant_innen auf ihr Anliegen aufmerksam. Die Polizei begleitete den Aufzug umfassend… also in einer Art Wanderkessel inklusive dauernder Videoaufzeichnung. Obwohl Passanten von außen wohl vor allem Polizisten mit Helmen und Körperpanzerung sahen, hörten viele Erfurter den Redebeiträgen interessiert zu. Nach einer Zwischenkundgebung auf dem Anger kam es zu einer ersten Eskalation seitens der Polizei. „Ohne ersichtlichen Grund wurde der Demonstrationszug mit Schlägstöcken daran gehindert weiterzugehen. Hierbei kam es zu Verletzungen. Dieses Verhalten ist durch nichts zu rechtfertigen“, so Luise Käfer, Sprecherin der Besetzer_innen. Nach einer ganzen Weile konnte die Demo schließlich fortgesetzt werden. Auf Höhe der Erfurter Agentur für Arbeit konnte sich schließlich eine der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) nicht mehr zurückhalten und griff einen der Demonstrationsteilnehmer heraus. Der Demonstrationsaufzug stoppte, skandierte „1. 2. 3. – lasst die Leute frei“ und „Wir bleiben hier alle“. Nach dem die Polizei ihre Maßnahme beendet hatte und die Demo wieder vollzählig war, wurde der Aufzug fortgesetzt. Nach weiteren Zwischenkundgebungen ging die Demo schließlich dort zu Ende, wo sie begonnen hatte. Eigentlich hätte diese weitestgehend friedliche Veranstaltung dann auch abgeschlossen sein können. Leider zogen ohne ersichtlichen Grund noch einmal alle Polizeieinheiten auf dem Bahnhofsvorplatz auf, während der Eingang zum Bahnhof noch durch Polizeikräfte verstellt war. Insgeheim hoffte Team Green wohl auf eine Eskalation und versuchte durch das scheuchen der Demonstranten diesem Wunsch Nachdruck zu verleihen. Die Teilnehmer ließen sich aber nicht beirren und nach einiger Diskussion zwischen Polizei und Versammlungsleitung konnte die Demo schließlich ordentlich beendet werden. Nach 4 Stunden und einer großen Runde durch Erfurt fand der Tag ein schönes Ende.

Mit dieser Demonstration endete die Aktionswoche der Kampagne „Hände Hoch. Haus Her.“ „Die große Unterstützung in der vergangenen Woche und die zahlreiche Beteiligung an der Demonstration zeigt, dass die Notwendigkeit für ein selbstverwaltetes Zentrum nach wie vor besteht.“ sagte Luise Käfer abschließend.

Jede Menge Fotos gibt´s bei der Erfurter Linksjugend [´solid] Gruppe. Einen weiteren ausgesprochen guten Bericht auf Indymedia.

Presseerklärung von Luise Käfer (Kampagne: Hände Hoch, Häuser her!), ergänzt von Malte, Fotos von Steff (LSpR) und sabotnik.blogsport

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1 Response to “„Selbstverwaltete Zentren erkämpfen!“ – Demo-Bericht vom 17.4. in Erfurt”


  1. 1 linksjugend4erfurt 18/04/2010 um 21:35

    Und nicht zu vergessen die Clowns Armee…die die ständigen Demostopps durch die Bullen mit Zwischeneinlagen füllte..kennt ihr noch das Froschlied? Hehe..ansonsten hier noch ein you tube video..gefilmt von Kindern


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