Erneut Angriff auf Wahlkreisbüro der LINKEN

In der Nacht von Freitag auf Samstag (19.03./20.03.2010) sind die Scheiben des neuen Wahlkreisbüros von Matthias Bärwolff und seiner Kollegin Susanne Hennig am Berliner Platz in Erfurt eingeworfen worden. Matthias Bärwolff ist der Landtagsabgeordneten von Linksjugend [’solid] Thüringen. Drei Scheiben des Büros wurden durch offenbar mitgebrachte Steine zerstört. Das Büro war erst vor einer Woche dort eröffnet worden.

Bodo Ramelow, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Thüringer Landtag, kommentierte empört: „Die Gesellschaft darf nicht weg schauen, wenn auf die Büros von frei gewählten Abgeordneten Anschläge verübt werden! Solche Taten sind ein deutliches Warnsignal für alle Demokraten. Ich fordere auch den Thüringer Innenminister auf, genau hin zuschauen. Denn die Angriffe auf Büros von Abgeordneten der LINKEN häufen sich in Thüringen. Politik und Polizei müssen diese Entwicklung nicht nur im Auge behalten, sondern auch für Schutz sorgen. […] Die Täter wollen mit ihrer Gewalt Angst schüren und dafür sorgen, dass linke Politiker keine Vermieter mehr finden.“

Susanne Hennig kommentierte den Angriff auf ihr Büro: „Dieser erneute Angriff wird uns nicht davon abhalten, weiterhin öffentlich für unsere Politik einzustehen. Eingeworfene Scheiben sind für uns kein Grund, uns zu verstecken. Wir werden weiterhin für eine linke, soziale und antifaschistische Politik in Thüringen streiten – auch am Berliner Platz!“

Matthias Bärwolff ergänzt: „Dieser Angriff reiht sich ein in zahlreiche Sachbeschädigungen, Schmierereien und Störungen durch Rechtsextreme an unserem offenen Jugendwahlkreisbüro RedRoXX in der Erfurter Innenstadt. Wir werden uns trotz solcher Angriffe nicht einschüchtern lassen!“

Seit Jahren werden regelmäßig Büros der LINKEN beschädigt. Erst vor wenigen Wochen waren die Scheiben am Büro des Bundestagsabgeordneten der LINKEN Frank Tempel in Greiz zerstört worden.

Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

(Martin Niemöller)

Jule


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