remember Sophie Scholl – Nie wieder Faschismus!

Heute vor 67 Jahren bezahlten zahlreiche antifaschistische KämpferInnen ihr Handeln mit dem Tot. Eine von ihnen ist Sophie Scholl, welche zusammen mit ihrem Bruder Hans und ihren Gefährten Christoph Probst in München durch das Beil hingerichtet wurde.

Sie organisierten sich in der Widerstandsbewegung „weiße Rose“ und druckten zahlreiche Flugblätter gegen das Regime und gegen den Krieg. Ihre politischen Botschaften wie „Freiheit“ wurden mit Teer an Wände angebracht. Sie warnten mutig vor dem wahren Gesicht des Nationalsozialismus, das sie früher erkannten, als viele andere:

„Man kann sich mit dem Nationalsozialismus geistig nicht auseinandersetzen, weil er ungeistig ist. Es ist falsch, wenn man von einer nationalsozialistischen Weltanschauung spricht, denn wenn es diese gäbe, müsste man versuchen, sie mit geistigen Mitteln zu beweisen oder zu bekämpfen – die Wirklichkeit aber bietet uns ein völlig anderes Bild: schon in ihrem ersten Keim war diese Bewegung auf den Betrug des Mitmenschen angewiesen, schon damals war sie im Innersten verfault und konnte sich nur durch die stete Lüge retten…“.

Schon früh nennen sie die Vernichtung der Juden beim Namen, während dies andere immer noch nicht erkennen wollen. Als Zukunftsszenario entwarfen sie ein föderatives Deutschland in einem vereinten Europa. Mit ihrer Opposition zu Hitler gingen sie ein hohes Risiko ein. Als am 13. August 1943 Sophie Scholl in der Münchnern Universität Flugblätter in den Lichthof fallen lässt, wird sie entdeckt und verhaftet.

In den anschließenden Verhören steht sie zu ihrer beispielhaften Zivilcourage und verteidigt sie:
„Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte. Ich bereue deshalb meine Handlungsweise nicht und will die Folgen, die mir aus meiner Handlungsweise erwachsen, auf mich nehmen“.

Am 22. Februar 1943 wird ihr gemeinsam mit den Mitgliedern der Weißen Rose der Prozess gemacht – vor dem Volksgerichtshof in Berlin unter Vorsitz des demagogischen Richters Rudolf Freisler, wird gegen sie die Todesstrafe verhängt. „….Durch ihren Verrat an unserem Volk haben die Angeklagten ihre Bürgerehre für immer verwirkt“ endet das Urteil des Unrechtsgerichts.

Sophie Scholl wurde 21 Jahre alt und ist eine von Millionen Opfern des Nazis-Regimes. Die Verpflichtung unserer Generation besteht nicht im zeremoniellen Gedenken der einzelner antifaschistischen Kämpfer, die es bis in unsere Geschichtslehrbücher geschafft haben – denn neben ihr ließen auch zahlreiche nicht namentlich erwähnte GegnerInne des Faschismus ihr Leben – sondern in der Bekämpfung der heutigen Neonazis, auf dass sich die Geschichte nie wiederhole!
Die Linksjugend [’solid] wendet sich entschieden gegen alle Formen der Diskriminierung “Anderer“, gegen jeden Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und gegen die zunehmende Islamphobie und sagen jeder rassistischen, antisemitischen und ählichen Ideologie den Kampf an.

Kein Fußbreit dem Faschismus – Rassismus entwurzeln!

Steff

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