Archiv für Februar 2010

Rede gegen den Afghanistankrieg; Gedenken an das NATO-Bombardement bei Kunduz

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remember Sophie Scholl – Nie wieder Faschismus!

Heute vor 67 Jahren bezahlten zahlreiche antifaschistische KämpferInnen ihr Handeln mit dem Tot. Eine von ihnen ist Sophie Scholl, welche zusammen mit ihrem Bruder Hans und ihren Gefährten Christoph Probst in München durch das Beil hingerichtet wurde.

Sie organisierten sich in der Widerstandsbewegung „weiße Rose“ und druckten zahlreiche Flugblätter gegen das Regime und gegen den Krieg. Ihre politischen Botschaften wie „Freiheit“ wurden mit Teer an Wände angebracht. Sie warnten mutig vor dem wahren Gesicht des Nationalsozialismus, das sie früher erkannten, als viele andere:

„Man kann sich mit dem Nationalsozialismus geistig nicht auseinandersetzen, weil er ungeistig ist. Es ist falsch, wenn man von einer nationalsozialistischen Weltanschauung spricht, denn wenn es diese gäbe, müsste man versuchen, sie mit geistigen Mitteln zu beweisen oder zu bekämpfen – die Wirklichkeit aber bietet uns ein völlig anderes Bild: schon in ihrem ersten Keim war diese Bewegung auf den Betrug des Mitmenschen angewiesen, schon damals war sie im Innersten verfault und konnte sich nur durch die stete Lüge retten…“.

Schon früh nennen sie die Vernichtung der Juden beim Namen, während dies andere immer noch nicht erkennen wollen. Als Zukunftsszenario entwarfen sie ein föderatives Deutschland in einem vereinten Europa. Mit ihrer Opposition zu Hitler gingen sie ein hohes Risiko ein. Als am 13. August 1943 Sophie Scholl in der Münchnern Universität Flugblätter in den Lichthof fallen lässt, wird sie entdeckt und verhaftet.

In den anschließenden Verhören steht sie zu ihrer beispielhaften Zivilcourage und verteidigt sie:
„Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte. Ich bereue deshalb meine Handlungsweise nicht und will die Folgen, die mir aus meiner Handlungsweise erwachsen, auf mich nehmen“.

Am 22. Februar 1943 wird ihr gemeinsam mit den Mitgliedern der Weißen Rose der Prozess gemacht – vor dem Volksgerichtshof in Berlin unter Vorsitz des demagogischen Richters Rudolf Freisler, wird gegen sie die Todesstrafe verhängt. „….Durch ihren Verrat an unserem Volk haben die Angeklagten ihre Bürgerehre für immer verwirkt“ endet das Urteil des Unrechtsgerichts.

Sophie Scholl wurde 21 Jahre alt und ist eine von Millionen Opfern des Nazis-Regimes. Die Verpflichtung unserer Generation besteht nicht im zeremoniellen Gedenken der einzelner antifaschistischen Kämpfer, die es bis in unsere Geschichtslehrbücher geschafft haben – denn neben ihr ließen auch zahlreiche nicht namentlich erwähnte GegnerInne des Faschismus ihr Leben – sondern in der Bekämpfung der heutigen Neonazis, auf dass sich die Geschichte nie wiederhole!
Die Linksjugend [’solid] wendet sich entschieden gegen alle Formen der Diskriminierung “Anderer“, gegen jeden Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und gegen die zunehmende Islamphobie und sagen jeder rassistischen, antisemitischen und ählichen Ideologie den Kampf an.

Kein Fußbreit dem Faschismus – Rassismus entwurzeln!

Steff

Bildet euch, bildet andere… heute: Die 3. Ausgabe des Theoriemagazins „Debatte“

Die „Linksjugend [´solid] Debatte“ ist das Projekt einiger Mitglieder der Linksjugend [´solid] aus unterschiedlichen Basisgruppen. Es wurde eigenständig entwickelt und ist daher unabhängig von höheren Instanzen wie dem BSPR und der Partei „Die Linke“. Jedes Mitglied der Linsksjugend [´solid] soll so die Möglichkeit bekommen, in der „Linksjugend [´solid] Debatte“ Artikel zu verfassen und zu kommentieren.

Der Inhalt der einzelnen Ausgaben soll die kritische Auseinandersetzung mit dem Verband, seinen Mitgliedern, der Partei und der „linken Bewegung“ an sich sein. Außerdem werden wir uns in den folgenden Ausgaben darum bemühen, die politische Bildung innerhalb des Verbands zu stärken. Das Verhältnis von Theorie und Praxis im politischen Kampf darf nicht getrennt werden, sondern muss zusammen wirken.

“In der heutigen Ausgabe liegt der Themenschwerpunkt bei Antiimperalismus, Antideutschtum, Nationalismus und Internationalismus. Im ersten Artikel bringt uns Max Steininger die klassischen marxistischen Imperialismustheorien näher. Daraufhin folgt je ein Statement des BAK Shalom und Holger Burner (David Schultz). Danach folgt noch ein Artikel von Andreas Schmidtke darüber, warum der Kampf um Befreiung weder deutsch, noch antideutsch sein sollte. […].” (aus dem Vorwort)

Inhalt dieser Ausgabe:

  • Klassische marxistische Imperialismustheorien
  • Antideutschtum und Zionismus
  • Hoch die internationale Solidarität!
  • Weder deutsch noch antideutsch

Link zur Ausgabe

remember Malcolm X

Malcolm X war einer der bekanntesten Aktivisten in der US-Amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. 1948 trat er der „Nation of Islam“ bei. Als ihr nationaler Sprecher  prangerte Malcolm X den Rassismus der weißen Gesellschaft an. Nach einer Pilgerfahrt nach Mekka brach er 1964  mit der „Nation of Islam“. Durch seine Pilgerfahrt erlangte er eine international geprägte Sicht und stellte eine Verknüpfung zwischen der Unterdrückung der Schwarzen in den USA und in Afrika her. „Es ist unmöglich für einen Weißen, an den Kapitalismus und nicht zugleich an den Rassismus zu glauben. Es gibt keinen Kapitalismus ohne Rassismus.” Es seien daher dieselben Strukturprinzipien, die die Afro-Amerikaner in den USA sowie die Afrikaner auf ihrem Kontinent unterdrückten.

Am 7. Juni 1964 gab er im Audubon Ballroom in New York bekannt, dass der Führer der Nation of Islam Elijah Muhammad nicht weniger als sechs, nach den Moralvorstellungen der Nation of Islam „illegitime”, Kinder habe.

Am 21. Februar 1965 hielt er in Harlem (wieder im Audubon Ballroom) einen Vortrag, als zwei Zuhörer scheinbar in Streit gerieten und die Ordner von ihm ablenkten. Eine Rauchbombe explodierte und im darauf folgenden Durcheinander wurde Malcolm X erst von einem Schuss aus einer abgesägten Schrotflinte und dann von 16 aus zwei verschiedenen Waffen abgefeuerten Kugeln getroffen und getötet.

Als größtes Vermächtnis von Malcolm X gilt die Black Panther Party. Die Organisation wurde ein Jahr nach seinem Tod gegründet und war eine Bürgerrechts- und Selbstschutzorganisation. Nach der Ermordung von Malcolm X 1965 kam es landesweit zu schwere Unruhen, in deren Verlauf über 300 Schwarze von Militär und Polizei getötet wurden. Zwei junge Schwarze in West-Oakland, Kalifornien, gründeten daraufhin Anfang 1966 die Black Panthers Party for Self-Defence, um die Ideen Malcolm X‘ umzusetzen. Dazu verteilten sie unter der Bevölkerung ein 10-Punkte-Programm, in welchem sie

  1. Freiheit und Selbstbestimmung,
  2. Beschäftigung,
  3. ein Ende der Ausbeutung,
  4. menschenwürdiges Wohnen,
  5. ein reformiertes Bildungssystem,
  6. die Freistellung vom Militärdienst,
  7. ein Ende der willkürlichen Polizeigewalt,
  8. die Freilassung aller schwarzen Gefangenen wegen Benachteiligung während der Verhandlungen,
  9. faire Gerichtsprozesse vor schwarzen Geschworenen und durch schwarze Ankläger sowie
  10. einen Volksentscheid unter der schwarzen Bevölkerung über deren nationales Schicksal

forderten. Sie organisierte soziale Projekte, wie ein Frühstück für alle Kinder, Gesundheitsstationen, Rechtsberatung sowie in einigen Fällen den Kampf gegen Drogendealer und Zuhälter.

1968 wurde der Zusatz Selbstverteidigung gestrichen, weil sie so stark waren, dass sie sich nicht mehr vor der Polizei oder dem Staat verstecken mussten. Deshalb formierte sich der Widerstand des Staates. Das FBI (COINTELPRO-Programm) begann, Basisgruppen zu unterwandern und einzelne Mitglieder willkürlich zu verhaften und mit gefälschten und echten Aussagen vor Gericht zu bringen. Der Chef des FBI, J. Edgar Hoover, bezeichnete die Gruppe als größte Bedrohung der nationalen Sicherheit.

Im Rahmen das staatlichen Kampfes gegen die Black Panther Bewegung ging das FBI drei Wege. Zum einen sollten die Führungsfiguren ausgeschaltet werden. Dazu arbeitete das FBI Pläne zur Ermordung von wichtigen Personen aus, die dann von der örtlichen Polizei durchgeführt wurden. Zwischen 1967 und 1970 wurden rund 40 Mitglieder ermordet und über 85 schwer verletzt. Alternativ wurden den Aktivisten ungeklärte Morde und andere Straftaten angehängt und in Zusammenarbeit mit Polizei und Bezirksstaatsanwalt die Aktivisten ins Gefängnis gebracht. Falschaussagen von FBI Agenten stellten eine Verurteilung sicher. Als zweites wurde die Black Panther Bewegung durch Informanten unterwandert. Polizisten und FBI-Agenten drangen in die Gesundheitsstationen ein und vernichteten Medikamente oder lösten die Frühstücksrunden auf. Allein die Verhaftungen (740) und die zu bezahlenden Kautionen (rund 5 Mio. US-Dollar) der Jahre 1968 und 1969 machten die Kassen der Gruppen leer. Als Drittes sollte die Organisation gespalten werden. Dazu schleusten die Staatsorgane Drogen in die Bewegung ein und fixten Funktionäre der BPP an. Mit dem brown Mail Programm wurden gefälschte Briefe mit Drohungen in die Kommunikation zwischen den Führungsfiguren geschleust um Misstrauen und Abneigung zu sähen. Das FBI erstellte Psychogramme, um Aktivisten durch Operationen gezielt zu manipulieren und die Bewegung zu zerstören.

Für den Fall von landesweiten Aufständen wurde die US-Armee beauftragt Vorkehrungen  zu treffen, um die Verfassung außer Kraft zu setzten, die örtliche Polizei zu entmachten und bis zu 250.000 Aktivisten auf Militärbasen zu internieren. Um die Entmachtung der örtlichen Polizei sicherzustellen und Aufstände bekämpfen zu können wurde das sogenannte SWAT gegründet. Diese Einheit wurde mit speziellen Waffen ausgerüstet und personell vor allem mit ehemaligen Marines besetzt um ihre Loyalität sicherzustellen. Heute gibt es in den ganzen USA SWAT-Teams die auch heute noch vor allem aus ehemaligen Soldaten bestehen.

Nach einer Phase hoher Aktivität in den 60er und 70er Jahren war die Black Panther Party in den 80ern vollständig Zerschlagen und nicht mehr aktiv. Noch heute jedoch sitzen ehemalige Black Panthers, wie Ruchell „Cinque“ Magee, in Gefängnissen für Taten ein, die ihnen nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten. Zuletzt wurden 2007 Francisco Torres und weitere acht Männer im Alter um die 60 in Kalifornien, New York und Florida vom FBI unter dem Verdacht festgenommen, an Banküberfällen und Überfällen auf Polizeireviere als Black Panther beteiligt gewesen zu sein.

Das COINTELPRO-Programm des FBI gilt unter Historikern heute als die große amerikanische Inquisition. Neben der Black Panther Party wurde auch die Kommunistische Partei der USA (KPUSA), die trotzkistische Sozialistische Arbeiter Partei (SWP), die Studierendenorganisation Studenten für eine demokratische Gesellschaft (SDS), die Red Indian Movement und Einzelpersonen wie Martin Luther King Zielscheibe des FBI.

Malte

Video: No Pasaran blockiert erfolgreich Dresdner Naziaufmarsch

Red Cinema by SDS – Das Kino für den Fortschritt

Am Montag den 22.2.10 veranstaltet die Hochschulgruppe DieLinke.SDS Jena ihren ersten öffentlichen „Red Cinema“ Filmabend. Eingeladen sind alle Mitglieder, SympathisantInnen und Neugierige. Die letzte Sitzung des Semesters beginnt ausnahmsweise bereits um 18 Uhr, die Filmvorführung beginnt um 20:30 Uhr im Konferenzsaal neben unserem Jugendbüro (Am Markt 4). Gezeigt wird eine zweiteilige Filmbiografie über Ernesto „Che“ Guevara. Che – Revolucón und Che Guerrilla [InfoI] & [InfoII]

Malte & Felix

LinXX jetzt auch bei twitter

Ab sofort sind wir nun auch bei twitter. Ihr könnt uns unter http://twitter.com/LinXXJena lesen und „folgen“

Zudem könnt ihr auch bei SchülerVz, bei MeinVz und bei StudiVz Kontakt mit uns aufnehmen und mit uns befreundet sein.