Archiv für Januar 2010

Dresden Calling: Holger Burner sagt, no pasaran!

Naziaufmarsch am 13. Februar 2010 verhindern!

ließ auch den Aufruf der Linksjugend [´solid] Jena!

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„Blockieren von Nazi-Aufmärschen ist unser Recht, der Aufruf zu zivilem Ungehorsam keine Straftat.“

Die Linke.SDS Jena ruft zur Plakatierung am Donnerstag dem 28.1 am Holzmarkt auf.

Am 28. Januar werden wir in Jena die von der Dresdener Staatsanwaltschaft kriminalisierten Plakate des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ verkleben. Dies ist Teil einer bundesweiten Aktion, die neben Die Linke.SDS und linksjugend.[´solid] auch Franziska Drohsel (Vorsitzende Jusos), Gesine Agena (Sprecherin Grüne Jugend), Konstantin Wecker (Künstler) und andere unterstützen. Am 20. Januar waren bei einer öffentlichen Plakatierung der kriminalisierten Plakate in Berlin vier jugendliche Plakatierer und die Bundestagsabgeordnete Dorotheé Menzner (Die LINKE) vorübergehend festgenommen worden.

Zu der Aktion erklärt Sascha von Die Linke.SDS Uni Jena: „Auch in Jena beteiligen wir uns an der bundesweiten Plakatieraktion, weil wir deutlich machen wollen, dass wir die Kriminalisierung eines Aufrufes zu Blockaden der Nazi-Großdemonstration am 13. Februar in Dresden nicht hinnehmen werden. Es ist lächerlich, den Aufruf zu Massenblockaden des Nazi-Aufmarsches als einen Aufruf zu Straftaten zu bezeichnen. Blockaden von Naziaufmärschen sind unser Recht und unsere demokratische Pflicht! Wir werden uns das Recht nicht nehmen lassen, zu Blockaden aufzurufen, die Plakate zu plakatieren und den Nazis am 13. Februar mit allen Mitteln des zivilen Ungehorsams den Weg zu versperren.“

Am 19. Januar waren in Dresden und Berlin verschiedene Objekte von der Polizei durchsucht und dabei Plakate des Bündnisses „Dresden Nazifrei“ beschlagnahmt worden. Der Vorwurf lautete, dass der Aufruf des Bündnisses, den Naziaufmarsch am 13. Februar in Dresden zu blockieren, einen Aufruf zu Straftaten darstellt. „Dresden- Nazifrei“ ist ein breites, zivilgesellschaftliches Bündnis, dem zahlreiche Gewerkschaftsgliederungen, DIE LINKE, der Landesverband der Grünen Berlin, die Jusos, Die Linke.SDS, etliche Bundestagsabgeordnete und Künstler wie Konstantin Wecker und Bela B. angehören. Die Beschlagnahmungen lösten einen Sturm des Protestes in der demokratischen Öffentlichkeit auf.

Sascha – Presseerklärung

освобождение! – Befreiung!

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Auschwitz-Birkenau war das größte Lager im deutschen System der Vernichtung durch Arbeit und Gas. Allein hier wurden 1,1 Millionen Menschen ermordet, bis die Rote Armee dem Treiben an diesem Ort ein Ende setzte. [Info]

Aufruf an alle Jenaer Bürger zur Mahnwache in Lobeda-Altstadt

Für Zivilcourage gegen Neonazis

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

auch in diesem Jahr rufen wir Sie dazu auf, am 30. Januar, dem 77. Jahrestag der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler, gegen Fremdenfeindlichkeit, Verherrlichung des „Dritten Reiches“  und Ausländerfeindlichkeit zu protestieren. Dies ist heute leider immer noch notwendig. In Thüringen erreichte die Anzahl rechtsextremer Aktivitäten einen besorgniserregenden Höchststand.

Trotz der Versiegelung des „Braunen Hauses“ setzen die Lobedaer Neonazis ihr menschenverachtendes Werk fort – zwei von ihnen in Pößneck, andere weiterhin in Lobeda-Altstadt.

Sie bemühen sich, das Gebäude wieder nutzbar zu machen und versammeln sich übergangsweise im Garten. Nach wie vor ist das „Braune Haus“ das wichtigste Neonaziprojekt in Thüringen, auch nach ihren eigenen Aussagen.

Helfen Sie mit, dass „Braune Häuser“ hier und anderswo verschwinden! Tragen auch Sie dazu bei, dass neofaschistische Agitation in Lobeda-Altstadt keine Basis mehr hat und, dass nicht noch mehr Jugendliche in den Nazisumpf hineingezogen werden!

Kommen Sie zur Mahnwache am Samstag, den 30. Januar 2010, 17 bis 17:30 Uhr

Dresden calling: Konstantin & Commander sagen, Nazi-Demo blockieren!

Ein klei­nes, neues Video, in wel­chem Com­man­der Shree Star­dust, der Autor des »Tak­tik-​Kas­si­ber über Mi­li­tanz und Or­ga­ni­sa­ti­on, Ort, Zeit und Be­din­gun­gen« aus der »Jun­gen Welt« und der Sän­ger Kon­stan­tin We­cker sehr ver­nünf­ti­gen Stuff ab­las­sen.

Naziaufmarsch am 13. Februar 2010 verhindern!

ließ auch den Aufruf der Linksjugend [´solid] Jena!

Leiharbeit zurück drängen!

Linksjugend [´solid] protestiert gegen die Unternehmenspolitik von Schlecker und solidarisiert sich mit den Beschäftigten.

Der Schlecker-Konzern baut derzeit sein Filialnetz um. 4000 kleine Geschäfte sollen geschlossen und dafür rund 1000 so genannte  “XL-Märkte“ eröffnet werden. Den Beschäftigten wird gekündigt und ein neuer Vertrag über eine hauseigene Leiharbeitsfirma angeboten – mit Dumpinglöhnen und Befristung.

Schlecker ist nur ein Beispiel für die derzeit statt findende Prekarisierung des Arbeitsmarktes. Niedrigstlöhne und die Ausschaltung von ArbeitnehmerInnenrechten sind im Schatten der Wirtschaftskrise zum Tagesgeschäft geworden. Und von Leiharbeit und Minijobs und damit den unwürdigsten Arbeitsbedingungen und Lohndumping sind gerade auch junge Beschäftigte betroffen. Grund genug für uns, in die Gegenoffensive einzutreten. Wir rufen alle Basisgruppen des Jugendverbandes auf, sich mit den Protesten der Beschäftigten bei Schlecker zu solidarisieren. Wir fordern, dass die unter der SPD-Grünen-Regierung vorgenommenen Deregulierungen bei der Leiharbeit sofort zurück genommen werden. Diese haben zur massiven Ausweitung der Leiharbeit geführt und den Unternehmen überhaupt erst die Möglichkeit für das Unterlaufen sämtlicher Tarifstandards in die Hand gegeben. Eine für uns zentrale Forderung bei der Regulierung der Leiharbeit ist deshalb: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Das wäre ein erster wichtiger Schritt, um die Spaltung auf dem Arbeitsmarkt zu überwinden.

In den kommenden Wochen werden wir die Proteste der Schlecker-Beschäftigten unterstützen. Aufgrund des Drucks der Gewerkschaften hat Schlecker zwar bereits angekündigt, seine Personalpolitik zu prüfen und Abstand zu nehmen von weiteren Einstellungen über die besagte Leiharbeitsfirma. Die bisherigen Leiharbeitsverträge gelten aber weiter und der Umbau des Filialnetzes wurde ebenfalls fortgesetzt. Das hat abermals deutlich gemacht, dass moralische Appelle allein nicht genügen und gesetzliche Regulierungen über außerparlamentarischen Druck erstritten werden müssen.

Haimo – Bundessprecherinnenrat Linksjugend [´solid] – Presseerklärung

Erste „Russendisko“ im Kulturbahnhof „Kuba“

Am 06.01. hat die Linke.SDS Jena erstmals eine „Russendisko“ organisiert. Eine Lesung von Wladimir Kaminer mit russischer Musik im Anschluss brachte uns auf die Idee. Zum russischen Weihnachtsfest war es soweit. Die Party fand im KulturBahnhof statt, eine DJane legte Musik auf und zur Begrüßung der Gäste gab es für alle einen Wodka. Es kamen ca. 80 Leute und das Feedback war sehr gut. Nach dem großen Erfolg werden wir ab jetzt jedes russische Weihnachten eine Russendisko veranstalten!

Damit alle es bereuen, die nicht dabei waren, hier ein paar Eindrücke…

Julia (Fotos: Doro)