Die Hochschulgruppe SDS-Jena und die Linksjugend [’solid] Verceremos haben neue Blogs

Seit drei Jahren wird dieser Blog (linxxjena.wordpress.com) in Kooperation zwischen der Linksjugend [’solid] und der Hochschulgruppe dieLinke.SDS geführt. Beide Gruppen haben jetzt ein eigenes Blog-Projekt gestartet. Die Termine, Texte, Veranstaltungsankündigungen und so weiter der Hochschulgruppe dieLinke.SDS werdet ihr in Zukunft unter sdsjena.wordpress.com finden. Die neue Adresse der Linksjugend [’solid] Verceremos Gruppe ist linksjugend-venceremos-jena.blogspot.de

Dimitri erfährt von Peer Steinbrücks Kanzlerkandidatur SPD

Die Herbstakamdie des SDS

Nächste Woche findet die Herbstakademie des SDS statt. Für fünf Tage wird dann intensiv gelesen, diskutiert und geplant. Anmelden kann man sich auf der Seite des Bundesverbandes. Wer mitfahren will, kann uns eine Mail schreiben (sds.jena@gmail.com).

Hier der Flyer und hier der Reader

Vortrag: Bundeswehr raus aus den Schulen – Kein Werben fürs Sterben!

Die Bundeswehr ist kein „normaler Arbeitgeber“, das Berufsrisiko ist der Zinksarg. Doch sie drängt seit der Aussetzung der Wehrpflicht noch stärker in die Schulen und Hochschulen, um ihre Nachwuchsgewinnung und ihre Logistik sicherzustellen. Sie will uns, die Jugendlichen, zu ihrem Kanonenfutter machen. Uns SchülerInnen drohen mitunter Strafbenotungen, wenn wir uns der Propaganda des Militärs verweigern; an den Unis werden Kapazitäten für militärische Forschung verschwendet.

Dieser Indoktrination wohnt ein kriegerisches Verständnis von internationaler Politik inne. Internationale „Sicherheit“ und „Verantwortung“ sind die Codewörter für Krieg, Besatzung und Ausbeutung anderer Länder. Die Arroganz der Einmischung in Angelegenheiten souveräner Staaten und die Zustimmung für den Krieg im Dienst der Wirtschaft soll auch uns SchülerInnen und Studierenden eingeimpft werden.

Denkst Du, Du kannst da nicht mitreden? Ist es Dir egal, was die Bundeswehr so alles plant, obwohl sie es auf Dich abgesehen hat? Wie sehr hat sie die Schulen schon im Griff? Was macht sie überhaupt genau an den Schulen? Hier bekommst Du Antworten.

Rechter Übergriff in Jenas Innenstadt

 

(auf das Bild klicken für vergrößerte Darstellung)

40 Jähriges Jubiläum des Numerus Clausus-Urteil – 40 Jahre am Rande des verfassungsrechtlich Hinnehmbaren

Das Bundesverfassungsgericht mahnte vor 40 Jahren an, dass die Kapazitäten der Studienplätze auszubauen seien, um das Recht auf die Freie Berufswahl und daher auch auf ein Hochschulstudium für alle Bewerber_innen grundgesetzkonform zu ermöglichen. Das Gericht machte deutlich, dass die NC-Regelung nur vorübergehend sein kann und nicht das Recht auf freie Berufswahl unterhöhlen darf. Die Länder sollten Zeit bekommen, ausreichende Studienplatzkapazitäten einzurichten. Die Länder sind dem aber nie nachgekommen.

Es ist eine Unverschämtheit, dass aus dem Provisorium Numerus Clausus eine dauerhafte Regelung geworden ist. Der Numerus Clausus ist unsozial und beschneidet das Recht auf freie Berufswahl. Der Numerus Clausus ist damit verfassungswidrig.

Mit der Novelle des Hochschulrahmengesetzes von 2004 wurde den Hochschulen sogar noch stärkere Möglichkeiten gegeben, um den Zugang zu den Hochschulen mit Zugangs- und Zulassungshürden zu erschweren. Die Bundesländer können seitdem 60 Prozent ihrer Studienplätze nach eigenen Kriterien, wie Auswahlgespräche, Eignungstests oder durch die Forderung nach spezifischen Vorkenntnissen vergeben. Die Zulassungsbeschränkungen sind sozial selektiv und schließen immer mehr Menschen von einem Studium aus. Gerade Abiturient_innen aus Familien ohne akademischen Hintergrund sind von der selektiven Praxis der Auswahlgespräche an Hochschulen betroffen, damit wird ihnen der Eintritt zu den Hochschulen erschwert oder oft auch verwehrt.

In Verbindung mit dem Anstieg von studierwilligen Menschen durch die Aussetzung der Wehrpflicht, den geburtenstarken und doppelten Abiturjahrgängen, bewegt sich die Praxis der Zulassungsbeschränkungen auch 40 Jahre nach dem BVerfG-Urteil noch immer am Rande des verfassungsrechtlich Hinnehmbaren.

Gerade im Hinblick auf das Bachelor-Master-System und der damit verbundenen notwendigen zweiten Bewerbung auf einen Masterstudienplatz, beschränken NCs auch den Übergang vom Bachelor zum Master massiv und dienen letztlich so der noch stärkeren Selektion innerhalb des Studienverlaufs. Ein Hochschulstudium ist, ganz im Sinne des vom Bundesverfassungsgericht ins Feld geführten Artikels 12 des Grundgesetzes, das Recht eines jeden Menschen und darf nicht durch unzureichend finanzierte Hochschulen eingeschränkt werden. Wir fordern daher die Abschaffung des NCs und die Ausfinanzierung der Hochschulen sowie gleichen Zugang zur Bildung für alle. Bildung ist die Voraussetzung und die Basis für eine humane Gesellschaft und ein selbstbestimmtes Leben.

5. AlternativUni vom 16. – 20. Juli 2012

In dieser Woche finden in Jena die Alternative Universität zum fünften mal statt. Organisiert wird sie von dem LZaS, dem Losen Zusammenschluss aktiver Studierender.

Die AlternativUni soll ein offener Raums ein, um sich selbst und andere zu bilden. In der Tradition der vergangen AUs soll auch 2012 freie Bildung für alle ermöglicht werden. Dabei stehen ungewohnte Perspektiven, an der Uni selten oder garnicht behandelte Themen und das Ausbrechen aus dem Alltag im Vordergrund.



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