Mit 'bildungsstreik' getaggte Einträge

Campus TV Jena vom 23.11.2011 Berichterstattung über den Bildungsstreik

In der zweiten Ausgabe vom Campus TV in diesem Semester könnt ihr unter anderem einen Bericht über die Aktion zum Bildungsstreik sehen (Minute 5:05 bis Minute 9:18)

Wunschkonzert – Aktionstag anlässlich des Bildungsstreiks 2011 an der FSU Jena


Wir lassen nicht locker! Auch in diesem Jahr hat das bundesweite Bildungsstreikbündnis zu Protesten aufgerufen.

In Jena wollen wir erneut auf die immer noch bestehenden Missstände aufmerksam machen. Trotz sich jährlich wiederholender Proteste gibt es genügend Gründe weiter zu machen, hier in Jena sowie an allen Hochschulen.

Um nur einige der Problemfelder aufzuzählen, sei hier auf die weiterhin bestehende Wohnraumproblematik, überfüllte Seminarräume und Hörsäle, fehlendes Lehrpersonal, Unterfinanzierung und die beständigen Probleme des Bachelor – und Mastersystems verweisen.

Unter dem Titel (De)construction läd das Referat für Hochschulpolitik am 17.11.2011 ab 11 Uhr alle Studierenden der FSU und FH zu einem kreativen und konstruktiven Austausch über das ein, was verändert werden sollte. Dafür haben sie die Möglichkeit sich auf dem Campus in einer Zukunftswerkstatt über bestehende Probleme auszutauschen und Verbesserungsansätze zu entwickeln. „Reflexion über die Gesellschaft und die eigene Position darin kommen unserer Meinung nach auch im Hochschulbereich viel zu kurz und führen nicht zuletzt zu eigener Unzufriedenheit und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen.“ untermalt Dorothea Forch, Referentin für Hochschulpolitik, das Anliegen. Von 11 bis 17 Uhr wird es auf dem Campus und im Foyer der Carl-Zeiss-Straße 3 ein Diskussionscafé geben, in welchem mit Tee, Kaffee, Glühwein und Essen Ideen und Kritik weitergedacht werden können. Das Ziel des Referats ist es, dass Studierende wieder anfangen ihren Studienalltag zu hinterfragen und sich über Missstände des Bildungssystems bewusst zu werden.

„Trotz dem, dass der Studienalltag scheinbar problemlos vor sich hinplätschert, glauben wir, dass jede und jeder Einzelnen von Probleme und Ungereimtheiten betroffen ist. Diese gilt es erneut aufzudecken und sich mit seinem Unmut und Kritik nicht alleine gelassen zu fühlen.“ bekräftigt Stephanie Borck, Referentin für Hochschulpolitik.

Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Templiner Manifest der GEW

Zeit
Mittwoch, 9. November · 16:00 – 18:00

Ort
Bühnensaal, Mensa Philosophenweg Jena

An dieser Stelle möchten wir auf eine Veranstaltung der Studierenden der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufmerksam machen.

Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind mit wachsenden Anforderungen konfrontiert: steigende Studierendenzahlen, die Reform der Studiengänge, eine autonome Steuerung der Einrichtungen und die zunehmende Bedeutung der Drittmitteleinwerbung. Mit diesen Anforderungen müssen die Beschäftigen in der Wissenschaft umgehen, ohne dass sie aufgabengerechte Bedingungen vorfinden. Dieser Problematik stellt sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit ihrem Templiner Manifest und diskutiert gemeinsam mit jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Erstunterzeichnern, Landespolitikern und Verantwortlichen der Hochschulen sowie Studierendenvertretern berechenbare Karrierewege und bessere Arbeitsbedingungen in Hochschule und Forschung. So ist eine unserer Forderungen, dass die Hochschulen – neben Stellen zur Qualifikation und Professuren – in ausreichender Zahl über Stellen für Wissenschaft­ler/innen mit unbefristeten Verträgen verfügen, um Daueraufgaben in Forschung und Lehre kontinuierlich in hoher Qualität erfüllen zu können.

Die 10 Forderungen des Manifest findet ihr hier www.templiner-manifest.de

Protest gegen Kürzungen an den Hochschulen wirkt!

Nachdem die Studierenden der FSU am Mittwoch, den 29. Juni symbolisch ihr Universitätshauptgebäude gepfändet hatten, um auf die befürchteten Kürzungen im Hochschulbereich aufmerksam zu machen, wurde noch am selben Abend bekannt, dass das Budget für die Hochschulen in den nächsten vier Jahren nahezu konstant bleiben soll.

“Offensichtlich haben unsere Proteste Spuren hinterlassen”, konstatiert Thea Jacobs, Referentin für Hochschulpolitik im Studierendenrat. “Allerdings dient die Erhöhung der Mittel in der Rahmenvereinbarung gerade mal dem Ausgleich der anfallenden Tarifsteigerungen. An eine Verbesserung der Lehrsituation und der Arbeitssituation im Mittelbau ist nicht zu denken.”

Vergleicht man die Zahlen aus dem Hochschulpakt II (2008-2011) stellt man fest, dass für diesen Zeitraum 280Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen sollen und auch im Bereich Hochschulbau 30Millionen Euro pro Jahr weniger vorgesehen sind. Die Studierendenzahlen werden dagegen weiter steigen. Auch gibt es keine Position bezüglich des Wohnraumproblems in Jena – allein löst es sich nicht. Hilfreiche Zuschüsse für das Studentenwerk sind nötig, damit Wohnheime entstehen können.

“Größerer Schaden war zunächst abwendbar, eine Verbesserung der Situation wird es unter diesen Umständen aber nicht geben. Weitere Proteste werden wohl nötig sein“, fasst Dorothea Forch vom Referat für Hochschulpolitik zusammen, „Den Herausforderungen der Zukunft kann man nicht mit halben Lösungen begegnen und die Krisen sollten nicht zu Lasten derer gehen, die die Zukunft noch vor sich haben.“

Vortrag und Diskussion: Bildungsreform in England und Deutschland am 15.6.11 ab 19 Uhr im HS 4


Ende 2010 protestierten Zehntausende Studierende in Großbritannien gegen das bestehende Bildungssystem. Studierbarkeit, neoliberale Reformen und die hohen Schulden, mit denen die Studierenden die Uni verlassen, waren die Reizthemen. In der Berichterstattung der Medien stand weniger die massenhafte Beteiligung an diesen Demonstrationen im Fokus sondern die tumultartigen Szenen vor der Parteizentrale der Konservativen als diese von wütenden Studierenden erstürmt wurde.

Auch in Deutschland machten die beteiligungsstärksten Bildungsproteste seit 1968 von sich Reden. In vielen Städten wurden Großdemonstrationen durchgeführt und Universitäten besetzt. Bereits im Jahr 2009 erreichte die Bewegung mit Bundesweit über 270.000 TeilnehmerInnen ihren vorzeitigen Höhepunkt. Aber was steht hinter den Protesten? Was löste sie aus, was hat die Bewegung erreicht und (wie) geht es weiter? Darüber sprechen Dr. Wilding, Dr. Schmalz, Paula Rauch und Dorothea Forch.

Diese Veranstaltung findest du auch bei Facebook

Am 23.11. um 15 Uhr in Erfurt: Demo gegen Kürzungen der Landesregierung im Bildungsbereich – Sonderzug ab Paradies!

Die Thüringer  Landesregierung aus SPD und CDU hat ihre Pläne für den Landeshaushalt 2011 vorgestellt. Die Universitäten und Fachhochschulen sollen im nächsten Jahr 30 Millionen Euro weniger erhalten. Das sind nicht nur Peanuts, das ist ein krasser Einschnitt der Lehre und Verwaltung an den Rand des Abgrunds drängt! Die finanziellen Mittel für die Hochschulen reichen schon heute nicht aus. Die Verwaltung der Universität ist vollkommen überlastet, das Betreuungsverhältnis katastrophal, die Arbeitsbedingungen für die Angestellten unwürdig. Es gibt zu wenig Lehrpersonal. Professoren müssen die selbe Vorlesung zwei Mal in der Woche vor hunderten Studierenden halten, Studierende höherer Fachsemester müssen an Stelle von Professoren Veranstaltungen übernehmen. Der Platz an der Friedrich-Schiller-Universität Jena soll für über 9000 Studierende reichen… Tatsächlich drängen sich über 20.000 Studierende auf dem Campus, suchen in der Mensa nach einem Platz und quetschen sich in Hörsäle und Seminarräume. Die Situation ist also mit “nicht gut” noch ziemlich mild umschrieben. Mit den geplanten Kürzungen wird nichts besser sondern alles schlimmer. Weniger Personal obwohl mehr dringend nötig wäre aber noch mehr Stress für die MitarbeiterInnen. Weniger Lehrpersonal, weniger Proseminare, vollere Veranstaltungen, Hilfsdenker statt Professoren. Weniger Platz, kein Bau von zusätzlichen Räumlichkeiten bei steigenden Studierendenzahlen, mangelhafte Instandhaltung.

Es reicht, wir zahlen nicht für eure Krise. Während Banken, Manager und Industrielle im Luxus schwelgen reicht es bei uns nicht mal für das Nötigste. Für eine ganze Generation gibt es unabhängig vom Bildungsabschluss nur noch die Aussicht auf Ein-Euro-Jobs oder unbezahlte Praktika. Wir gehen auf die Straße gegen eine Politik die Banken und Konzernen alles und uns nichts zu bieten hat.

Am Dienstag den 23.11.10 werden wir mit einem Sonderzug um 13:33 Uhr ab Göschwitz, um 13:39 Uhr ab Paradies und um 14:15 Uhr ab Weimar nach Erfurt fahren und der Regierung Dampf machen. Kick it like London!

Malte

Nicole Gohlke: Mach mit beim heißen Herbst

Nicole Gohlke (Hochschulpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag)

We No Speak Americano – Tu Vuò Fa’ L’Americano

Mittlerweile ist “We No Speak Americano” von Yolanda Be Cool & Dcup zum Diesjährigen Sommerhit geworden… und alles fing an, als wir vor über drei Monaten dieses Video auf unseren Blog stellten ;-)

Das Video war damals in diesen Artikel eingebunden. Die beiden australischen DJ’s haben mittlerweile auch ein eigenes Video erstellt, welches ihr unten ebenso findet wie die Originalvorlage aus den 50er Jahren.

Weiterlesen ‘We No Speak Americano – Tu Vuò Fa’ L’Americano’

Heute Konzert zur Aktionswoche um die bundesweite Bildungsstreik Demo in Jena

Heute startet im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks um 10:30 Uhr die Demo am Holzmarkt. Aber wir gehen nicht nur auf die Straße, wir versuchen auch zu zeigen, wie Bildung auch aussehen kann. Von uns selbst organisiert und im scharfen Gegensatz zum Frontalunterricht, den wir aus der Schule und den Vorlesungen kennen. Zwischen 16 und 19 Uhr wird es ein Seminar geben, in dem wir uns mit hierarchiefreier Gruppenarbeit beschäftigen. Aber auch das Vergnügen soll nicht zu kurz kommen. Deshalb gibt es im Anschluss ein Konzert auf dem Campus. Es spielen die Bands hippie langstrumpf und gwf.experience. Zwischendurch gibt´s Mukke vom Band und zwar laut ;-)

Den kompletten Stundenplan für die Aktionswoche findet ihr hier.

Bundesweite Bildungsstreik Demo in Jena: Mobilisierungstrack (9.6.10 Mittwoch 10:30 Uhr Holzmarkt)

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